WISSENSWERTES

Richtiges Verhalten im Brandfall

Wenn es brennt ist rasches und sicheres Handeln gefragt. Aber haben Sie schon mal ernsthaft darüber nachgedacht, wie Sie sich verhalten würden, wenn es zu einem Brand kommt?

Im folgenden möchten wir Ihnen die wichtigsten Verhaltensregeln im Brandfall näherbringen.

Bei Brandausbruch bzw. Brandentdeckung gilt vereinfacht dargestellt:
  1. Keine Panik,
    Bewahren Sie Ruhe!
  2. Alarmieren
  3. Retten
  4. Löschen


Alarmieren
Die Brandmeldung kann über eine automatische Brandmeldeanlage oder manuell durch die Betätigung von Druckknopfmeldern oder telefonisch über den Notruf erfolgen.


Retten
Auf jeden Fall gilt: Menschenrettung geht vor Brandbekämpfung!

  • Stellen Sie fest, ob Verletzte oder Behinderte aus dem Gefahrenbereich gebracht werden müssen.
  • Bringen Sie sich und Hilfsbedürftige möglichst gleichzeitig mit der Alarmierung in Sicherheit.
  • Personen, deren Kleidung in Brand geraten ist, nicht fortlaufen lassen sondern in Decken oder Kleidungsstücke einhüllen und den Brand durch Abklatschen und/oder Wälzen am Boden löschen.


Löschen
Etwa die Hälfte aller gemeldeten Brandfälle wird noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr von Privatpersonen gelöscht. Kenntnisse in der ersten Löschhilfe und der richtige Einsatz von Kleinlöschgeräten können in vielen Fällen das Entstehen von Großbränden verhindern!


Regeln für die Brandbekämpfung

  • Löschgeräte bereitstellen, erst dann Türen und Fenster zum Brandraum öffnen
  • Fenster des Stiegenhauses und der Nebenräume öffnen, damit Brandrauch abziehen kann
  • Bücken, Deckung nehmen, Türe vorsichtig öffnen (Achtung: Gefahr von Stichflammen!)
  • Beginn der Löscharbeiten an der Stelle der größten Brandausbreitungsgefahr
  • Löschwasserstrahl nur in die Glut, nicht in die Flammen und den Rauch richten
  • Nur dann löschen, wenn der brennbare Gegenstand gesehen werden kann
  • Immer auf Rückzugsmöglichkeit achten


Verhalten während eines Brandes

Verhinderung der Brandausbreitung
Wenn ein Entstehungsbrand nicht gelöscht werden kann, muss die Brandausbreitung verhindert werden:

  • Vom Brand nicht erfasste Gegenstände entfernen
  • Beim Verlassen des Brandraumes immer die Türen schließen
  • Den Brandraum nicht belüften
  • Alle Türen des Brandabschnittes - insbesondere zum Stiegenhaus - geschlossen halten
  • Klima- und Lüftungsanlagen abschalten, Brandschutzklappen kontrollieren
  • Gas- und Ölheizungen absperren
  • Umgebung beobachten, auf Funkenflug achten

Wenn Sie flüchten können
Beim Verlassen des brennenden Gebäudes ist folgendes zu beachten:

  • Fenster im Brandraum schließen
  • Türen hinter sich schließen
  • Andere Personen benachrichtigen
  • Das Haus geordnet und überlegt verlassen und keine Panik aufkommen lassen
  • Keine Aufzüge benützen
  • Fenster der Fluchtwege (Gang, Stiegenhaus) zur Brandrauchentlüftung öffnen
  • Vollzähligkeit überprüfen, um festzustellen ob Personen fehlen
  • Das Eintreffen der Feuerwehr abwarten
  • Wenn möglich, sollte eine Person bei der Einfahrt auf die Einsatzkräfte warten und diese einweisen

Wenn Sie vom Brand eingeschlossen sind
In dieser Situation erreichen Sie durch die Einhaltung folgender Grundregeln die größtmögliche Sicherheit:

  • Soweit wie möglich vom Brand entfernen
  • Alle Türen zwischen ihrem Standort und dem Brand schließen
  • Wenn möglich Türritzen abdichten, um das Eindringen von Brandrauch zu verhindern (z.B. mit nassen Tüchern oder Kleidungsstücken)
  • Fenster erst öffnen, wenn die Türen zum Brandraum geschlossen sind möglichst wenig Luftaustausch mit dem Brandraum stattfindet
  • Auf sich aufmerksam machen:
    rufen, winken, telefonieren

Hilfe beim Feuerwehreinsatz
Durch nachstehende Hilfeleistungen und Auskünfte können Sie den Einsatz der Feuerwehr sehr wirksam unterstützen:

  • Einweisung der Einsatzkräfte bereits bei der Zufahrt
  • Einfahrten öffnen
  • Bekanntgabe folgender Informationen, sofern bekannt:
    • Lage und ungefähre Größe des Brandherdes
    • Eventuell noch im Brandobjekt befindliche Personen
      (inbesondere Kranke, Behinderte, Kinder, alte Menschen)
    • Eventuell vermisste Personen
    • Gefährdete Sachwerte
    • Besondere Gefahren (bspw. Gasflaschen, Spraydosen, Chemikalien)