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Richtiges Verhalten bei einem Autobrand

Ein Auto fährt an den Straßenrand, dichter Qualm sucht sich unter der Motorhaube oder durch den Kühlergrill den Weg ins Freie. Viele Autoinsassen reagieren in dieser Situation mit Panik und verlassen fluchtartig das Auto. Dabei ist es gerade in solch einem Moment wichtig, Ruhe und Umsicht zu bewahren.
Im Gegensatz zu den spektakulären Filmaufnahmen, in denen Autos in einem Feuerball explodieren, sieht die Realität zum Glück anders aus. Fahrzeugbrände entwickeln sich langsam. Ein Brand, der im Motorraum ausbricht, benötigt bei einem Mittelklassefahrzeug bis zu 20 Minuten, bevor sich die Flammen über die Trennwand in die Fahrgastzelle ausbreiten.
Damit dieser Fall erst gar nicht eintritt, sollte man das Fahrzeug zum Stehen bringen und den Motor abstellen. Hierdurch wird die Treibstoffzufuhr in den Motorraum unterbrochen. Nachdem alle Insassen das Auto verlassen haben, kann die Motorhaube entriegelt und einen Spalt geöffnet werden. Durch den Spalt wird das Feuer mit kurzen, gezielten Stößen aus dem Feuerlöscher bekämpft. Steigt weißer Rauch auf beginnt der Brand zu verlöschen. Lässt sich die Motorhaube, z.B. durch einen Unfall, nicht mehr öffnen, so kann der Löschstrahl entweder von der Bodenseite oder durch den Kühlergrill in den Motorraum gesprüht werden.
Falls kein Feuerlöscher im Auto vorhanden ist, kann Hilfe von einem LKW-Fahrer herbei geholt werden. Bei LKWs gehören Feuerlöscher zur gesetzlichen Grundausstattung. Doch grundsätzlich sollte ein Autofahrer nicht auf fremde Hilfe hoffen, sondern eigenverantwortlich handeln und seinen Wagen mit einem speziellen Autofeuerlöscher ausstatten. Dieser ist an einer gut zugänglichen Stelle seitlich oder vor dem Fahrer- bzw. Beifahrersitz zu befestigen. Doch der beste Feuerlöscher nutzt wenig, wenn seine Bedienung nicht vertraut oder der Löscher veraltet ist. Daher sollte jeder Feuerlöscher - analog zum Feuerlöscher im Haushalt - alle zwei Jahre vom Kundendienst überprüft werden.

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