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Auch im Jahr 2020 strahlt das ORF-Friedenslicht!

Bereits zum 35. Mal strahlt ein einfacher Kerzenschein am Heiligen Abend rund um die Welt als Sinnbild des weihnachtlichen Friedens: Die Rede ist vom ORF-Friedenslicht.

Die ursprünglich als einmaliges Projekt im Jahre 1986 vom ORF-Landesstudio Oberösterreich initiierte Aktion hatte das Ziel, dass eine Flamme aus der Geburtsgrotte in Bethlehem als Symbol für Hoffnung, Wärme und weihnachtlichen Frieden leuchte und damit an die bei der Geburt Christi verkündete Friedensbotschaft erinnere. Mit der Verteilung dieses Kerzenlichts sollten Spendengelder lukriert werden, um bedürftige Mitmenschen im eigenen Land zu unterstützen. Entgegen den ersten Plänen entstand aus einem einmaligen Projekt in den letzten Jahrzehnten jedoch ein neuer Weihnachtsbrauch, der als weltweites Lichtermeer Aufmerksamkeit erregt.

 

Die ungewöhnliche Reise des Friedenslicht im Jahr 2020

Aufgrund der bekannten Umstände rund um die Pandemie "Covid-19" und diesbezüglichen weltweiten Reisebeschränkungen, verlief die Reise der Flamme von Bethlehem nach Österreich in diesem Jahr anders als sonst üblich:

Traditionell reist ein oberösterreichisches Kind im November gemeinsam mit einer österreichischen Delegation nach Bethlehem, wo das Friedenslicht in der Geburtsgrotte abgeholt wird und anschließend vom Friedenslichtkind und der Delegation mit einer Speziallampe in einem Flugzeug der Austrian Airlines nach Österreich gebracht wird. Aufgrund der Beschränkungen konnte heuer kein Kind aus Oberösterreich nach Bethlehem reisen. Die Abholung des Friedenslichts erfolgte deshalb durch die neunjährige Schülerin Maria Khoury aus Bethlehem.

Die neunjährige Maria bei der Abholung des Friedenslicht in der Geburtsgrotte

(Foto: ORF Oberösterreich)

 

Kameramann Walid Kamar aus Jerusalem, der die Friedenslichtaktion seit ihrem Beginn begleitet, brachte das Licht von Bethlehem nach Tel Aviv und übergab es dort mit Unterstützung von Daniela Epstein von Sar-El Tours an Wolfgang Kerndler, seines Zeichens Sicherheitsbeauftragter der Austrian Airlines. Die anschließende Überstellung der feuerfesten Speziallampe nach Linz erfolgte durch eine Crew der Austrian Airlines.

Die Crew der Austrian Airlines, welche das Friedenslicht nach Linz flog.

(Foto: ORF Oberösterreich)

 

Auch die Weiterreise der Flamme von Linz in alle Gemeinden in Österreich sowie in andere Länder erfolgte diesmal anders:

Statt den üblichen Übergabezeremonien auf Bundes-, Landes- und Bezirksebene, bei denen zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der unterstützenden Organisationen - wie Feuerwehrjugend, Rot-Kreuz-Jugend oder Pfadfinder - zusammenkommen, wurden diese Übergaben an einzelne Personen aus den jeweiligen Ebenen durchgeführt.

Nachdem das Friedenslicht auf diese Weise am Abend des 23.12.2020 von unserer Orts-Feuerwehrjugendbeauftragten LMdF. Michaela Heil übernommen wurde, konnte das Friedenslicht am Heiligen Abend in unserer Gemeinde von den Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürgern abgeholt werden. Anstelle der üblichen Abholstationen beim Kaufhaus Grabner in St.Magdalena am Vormittag und bei der Raiffeisenhalle Unterbuch am Nachmittag, stand das Friedenslicht dieses Mal entsprechend dem erstellten Verteilungs- und Sicherheitskonzept vor dem Feuerwehrhaus zur Abholung bereit. Auch unsere Feuerwehrjugend, die üblicherweise in gesamter Stärke anwesend ist, wurde zuvor in Zweiergruppen eingeteilt und war entsprechend einem erstellten Schichtplan von 09:00 bis 16:00 durchgehend mit je 2 Personen vor Ort anwesend.

Und auch in diesem Jahr, nutzten trotz aller Umstände wieder zahlreiche Mitbürgerinnen und Mitbürger die Möglichkeit, sich das Symbol vom weihnachtlichen Frieden in die eigenen vier Wände zu holen. Der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer, Schirmherr der Aktion, hatte bereits beim offiziellen Empfang des Friedenslicht in Linz gemeint: „Gerade in diesen herausfordernden Zeiten soll das Friedenslicht nicht nur ein wichtiges weihnachtliches Symbol sein, sondern vor allem auch ein Zeichen der Zuversicht und des Miteinanders.“

Dieses Zeichen der Zuversicht und des Miteinanders strahlt nun in einem internationalen Lichtermeer und erinnert uns auch an den ursprünglichen Sinn des Weihnachtsfestes: Genießen wir gemeinsam mit unseren Liebsten die besinnliche Ruhe und freuen wir uns über Gesundheit und Frieden und die Zeit, die man gemeinsam mit seinen Liebsten verbringen darf!

In diesem Sinne, wünschen Ihnen die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Buch-Geiseldorf
gesegnete und friedvolle Weihnachtsfeiertage!