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24-Stunden-Übung der Feuerwehrjugend

Viele Kinder im Kindergarten- und Volksschulalter haben einen Wunsch: So sein wie der kleine Drache Grisu und der Feuerwehrmann Sam. Als Feuerwehrmänner sind sie stets zur Stelle, wenn jemand anderer Hilfe benötigt. Und genau dieser Gedanke, sich zu engagieren um später anderen in Notsituationen zu helfen kann von Mädchen und Burschen in der Steiermark im Alter von 10 bis 15 Jahren auch im wirklichen Leben umgesetzt werden: Als Mitglieder der Feuerwehrjugend.

Im gesamten Bundesland sind derzeit 4961 Jugendliche in einer der 776 Feuerwehren dabei (Stand 31.08.2019). Unter dem Motto "Sport + Spiel + Spaß + Ausbildung" werden sie auf spielerische und sportliche Weise an den aktiven Feuerwehrdienst herangeführt und durchlaufen gemeinsam mit erfahrenen Betreuerinnen und Betreuern ein fundiertes Ausbildungsprogramm, welches es ermöglicht dass die Jugendlichen nach Vollendung des 15. Lebensjahres in den aktiven Einsatzdienst übertreten und in Abhängigkeit vom Alter und der weiteren Fachausbildung verschiedenste Aufgaben wahrnehmen können.

Getrau dem Motto der steirischen Feuerwehrjugend, wurde für die Jugendlichen aus den Feuerwehren Hartberg und Buch-Geiseldorf im Zeitraum Freitag, 30.08.2019 17:00 Uhr - Samstag, 31.08.2019 17:00 Uhr eine spezielle Ausbildungsveranstaltung abgehalten:

Eine 24-Stunden-Übung, bei der die Jugendlichen auf verschiedenen Stationen interessante Lerneinheiten über diverse Einsatzfahrzeuge und -geräte erlebten und so ihr vorhandenes Wissen vertiefen konnten und bei bestimmten Übungen diverse Einsatzszenarien unter Anleitung von Erwachsenen aus dem Aktivstand bewältigen konnten.

 

Am Freitag trafen sich die Mädchen und Burschen der Feuerwehrjugend Buch-Geiseldorf mit der Orts-Feuerwehrjugendbeauftragten LMdF. Michaela Heil im Feuerwehrhaus Buch-Geiseldorf, um gemeinsam mit OLMdF. Mario Hutter und PFM Daniel Heil vollausgerüstet ins Feuerwehrhaus Hartberg abzurücken. Dort wurde pünktlich um 17:00 Uhr mit den Mädchen und Burschen der Feuerwehrjugend Hartberg und deren Orts-Feuerwehrjugendbeauftragten OFM Patrick Busswald mit der 24-Stunden-Übung gestartet.

Nach einer gemeinsamen Fahrzeug- und Geräteschulung, bezogen die Jugendlichen und ihre Betreuerinnen und Betreuer das Nachtlager, welches in der Garage des Feuerwehrhauses Hartberg untergebracht war. Direkt neben dem Nachtlager befand sich auch der Bereitschaftsraum, der von den Jugendlichen und den Erwachsenen zur Versorgung und zur Beschäftigung zwischen den einzelnen Übungseinheiten genutzt wurde.

 

Nach einer Stärkung beim gemeinsamen Abendessen, gab es am frühen Abend den ersten Einsatzalarm: Der Grund der Alarmierung, war ein Verkehrsunfall im Areal des Abfallwirtschaftszentrums Hartberg im Ökopark. Dabei durften die Mädchen und Burschen unter anderem unter Anleitung das Hydraulische Rettungsgerät bedienen und aus einem Unfallfahrzeug eine Übungspuppe befreien. Zudem galt es, eine angeblich vermisste Katze zu finden und zu retten.

Nachdem diese Übungslage erfolgreich abgearbeitet werden konnte, stand im Feuerwehrhaus eine gemeinsame Abendbeschäftigung am Programm. Anschließend hieß es um Mitternacht "Nachtruhe" - und diese war erforderlich, denn die Nacht war kurz: Am Samstag gab es um 05:00 Uhr einen neuerlichen Einsatzalarm. Diesmal wurden die "Helfer von morgen" zu einem Holzstapelbrand gerufen, der Einsatzort war auch diesmal wieder am Areal des Abfallwirtschaftszentrums. Gemeinsam mit ihren erwachsenen Betreuerinnen und Betreuern konnten die Mädchen und Burschen auch diesen Einsatz erfolgreich abschließen. Und es war keine einfache Aufgabe, schließlich musste unter anderem eine Zubringerleitung von rund 160 Metern aufgebaut werden, um die Löschwasserversorgung sicherstellen zu können.

 

Nach dem anschließenden Frühstück im Feuerwehrhaus, gab es um 09:00 Uhr eine Ausbildungseinheit zum Thema "Menschenrettung und Absturzsicherung": Dabei wurde den Jugendlichen die sogenannte "MRAS"-Ausrüstung nähergebracht und das Retten einer Verletzten Person aus dem Dachgeschoss über ein Fenster mittels Korbtrage und Abseilen mit Hilfe einer 3-teiligen Schiebeleiter und Zusatzsicherung durch den Ladekran des Schweren Rüstfahrzeuges gezeigt. Außerdem hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, die Umgebung des Feuerwehrhauses aus der Perspektive eines MRAS-Teamangehörigen zu erleben. Nach rund 2,5 Stunden lehr-, action- und spaßreicher Ausbildung zum Thema "MRAS" wurde das Mittagessen eingenommen.

Kurz nach 13:00 Uhr gab es abermals einen Einsatzalarm mittels Handsirene: Der Alarmierungsgrund war diesmal ein Wiesenbrand im Hartberger Ortsteil Habersdorf. Nachdem die Einsatzeinheiten unverzüglich in die angegebene Richtung ausrückten und beim Eintreffen eine Lageerkundung durch den Einsatzleiter durchgeführt wurde, galt es mit Hilfe einer Saugschlauchleitung und einer Tragkraftspritze eine Zubringerleitung vom Safenbach aufzubauen und anschließend 2 Löschleitungen mittels C-Rohren zu betreiben, um den fiktiven Wiesenbrand zu bekämpfen. Nach dem "Wasser marsch" nutzten die Jugendlichen die Gelegenheit sich bei hohen Außentemperaturen mit dem erfrischenden Wasser etwas abzukühlen.

Nach Abschluss des Einsatzes in Habersdorf, wurde im Feuerwehrhaus Hartberg gemeinsam eine Reinigung der benötigten Einsatzgeräte und der Fahrzeuge durchgeführt und im Anschluss daran das Nachtlager und der Bereitschaftsplatz wieder abgebaut, um den ursprünglichen Zustand in der Garage wieder herzustellen. Danach gab es als Belohnung für das disziplinierte Verhalten und die tolle Zusammenarbeit in den abgelaufenen Stunden noch für alle Eis. Nach der Überreichung eines ledernen Schlüsselanhängers als Erinnerungsstück und einer Urkunde zur Bestätigung der Teilnahme an der 24-Stunden-Übung 2019 konnten die Jugendlichen wieder den Heimweg antreten.

 

 

Folgende Kameradinnen und Kameraden fungierten während der Übung als Betreuer und Ausbilder der Feuerwehrjugend:

OBI Andreas Bräu, HBM Hans Prem, BM Achim Oswald, HLMdV. Hannes Böchheimer, HFM Dietmar Peinsipp, HFM Maximilian Zach, OFM Patrick Busswald, FM Markus Oswald, FM Bernd Schöffmann sowie Anni Bräu von der Feuerwehr Hartberg und OLMdF. Mario Hutter, OLMdS. Christian Ertl, LMdF. Michaela Heil, LMdF. Anton Koller, LMdF. Florian Hofstetter, PFM Daniel Heil und BIdF. Hannes Haindl von der Feuerwehr Buch-Geiseldorf.

 

 

EIN GROSSES DANKESCHÖN

gilt an dieser Stelle allen Mädchen und Burschen der Feuerwehren Hartberg und Buch-Geiseldorf für ihr diszipliniertes Verhalten und die tolle und engagierte Mitarbeit sowie allen Betreuerinnen und Betreuern, die sich die Zeit genommen und mit den Jugendlichen die Übung durchlaufen und ihr Wissen weitergeben haben!

Ein besonderer Dank gilt der Feuerwehr Hartberg für die Einladung der Feuerwehrjugend Buch-Geiseldorf zur Übung und im speziellen OBI Andreas Bräu und OFM Patrick Busswald für die mustergültige Vorbereitung dieser Veranstaltung!