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KHD-Übung 2018 im Raum Friedberg - Dechantskirchen

Am Samstag, dem 22.09.2018 fand im Raum Friedberg - Dechantskirchen die diesjährige Übung der KHD-Bereitschaft 47 statt.

Das Steiermärkische Feuerwehrgesetz sieht vor, dass in der Steiermark in allen Bereichsfeuerwehrverbänden sogenannte Katastrophenhilfsdienst-Einheiten (kurz bezeichnet als "KHD"-Einheiten) eingerichtet sein müssen. Die KHD-Bereitschaft 47 als entsprechende Einheit des Bereichsfeuerwehrverbandes Hartberg kann sowohl im eigenen Bezirk bei sämtlichen Einsatzlagen größeren Ausmaßes zum Einsatz kommen und darüber hinaus in speziellen Konstellation auch zur Bewältigung von Katastropheneinsätzen im gesamten Bundesgebiet tätig werden. Die einzelnen Elemente der KHD-Bereitschaft 47 bestehen aus Fahrzeugen und Mannschaften aus den Feuerwehren im hiesigen Bereichsfeuerwehrverband.


Für die KHD-Übung 2018 wurden im Feuerwehrabschnitt III, welcher das Gebiet der Gemeinden Friedberg und Dechantskirchen mit einer Gesamtfläche von rund 55km² umfasst, 4 Schadenslagen vorbereitet.

Nachdem der Kommandozug bereits um 07:23 Uhr voralarmiert wurde, um durch den Bereichsführungsstab die Führungszentrale aufbauen und erste Schadenslagen begutachten zu können, wurden die benötigten Einsatzzüge im Laufe des Vormittages alarmiert.

 

Die Einsatzkräfte der KHD-Bereitschaft 47 waren mit folgenden Einsatzszenarien konfrontiert:

  • Lage 1: Brand bei einem kunststoffverarbeitenden Industriebetrieb in Friedberg mit mehreren vermissten Personen und bestehender Umweltgefahr für ein benachbartes Quellenschutzgebiet.
  • Lage 2: Wirtschaftsgebäudebrand in 8241 Kroisbach, mit vermissten Personen und Ölaustritt in den Stögersbach aufgrund eines in den Bach gestürzten Traktors mit Güllefass
  • Lage 3: Mehrere Verletzte Personen, welche bei Forstarbeiten bzw. bei einem Verkehrsunfall aufgrund eines starken Sturms von umstürzenden Bäumen eingeschlossen bzw. eingeklemmt wurden
  • Lage 4: Brand eines entlegenen Wohnhauses in 8241 Hohenau, bei dem eine Zubringerleitung von rund 1.500 Metern Länge errichtet werden muss bzw. ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen vom nächsten Hydranten in rund 6 Kilometer Entfernung über einen schmalen Weg betrieben werden muss

 

Die Mannschaft unserer Feuerwehr, die unter dem Kommando von OBI Stefan Hofstetter entsprechend dem Alarmplan mit dem KLF-A und 8 Personen als Teil des Zuges IV/47 an der Übung beteiligt war, rückte um 12:00 Uhr zum Sammelplatz beim Feuerwehrhaus Sebersdorf ab. Von dort führte der gesamte Zug eine Standortverlegung im Motmarsch zum Bereitstellungsraum in Thalberg durch. Nachdem das Zugskommando im Führungsstab, der im Feuerwehrhaus Friedberg tätig war, den Einsatzauftrag entgegengenommen hatte, wurde die Einsatzlage 4 angefahren.

 

Gemeinsam mit den Kräften des Zuges V/47 hatte die Mannschaft des Zuges VI/47 die Aufgabe, die örtlich zuständige Feuerwehr Dechantskirchen bei der Bewältigung des Einsatzes zu unterstützen. Die Mannschaft des KLF-A Buch-Geiseldorf war dabei gemeinsam mit weiteren Kräften dafür verantwortlich, auf einer Länge von mehr als 1.500 Metern eine funktionierende Zubringerleitung herzustellen und zu betreiben, um die Löschwasserversorung am Einsatzort sicherzustellen.

 

Nachdem die Einsatzlage erfolgreich abgearbeitet werden konnte, ging es zur Verpflegung in die Veranstaltungshalle in Ehrenschachen. Dort hatten die Kameradinnen und Kameraden des Versorgungszuges eine Stärkung für die Einsatzmannschaften vorbereitet. Nach der Stärkung konnten die Mannschaften am frühen Abend wieder die Heimreise antreten und nach Reinigung von Fahrzeug und Geräten die Einsatzbereitschaft wieder herstellen.

 

Neben anwesenden Vertretern der Bereichsfeuerwehrverbände Fürstenfeld und Weiz, des Bezirksfeuerwehrverbandes Oberwart und des Landesfeuerwehrkommandos Niederösterreich, konnte sich auch OBR Volker Hanny - seines Zeichens Landessonderbeauftragter für den Katastrophenhilfsdienst im Landesfeuerwehrverband Steiermark - sowie der Bezirkshauptmann von Hartberg-Fürstenfeld Hofrat Mag. Max Wiesenhofer von der Schlagkraft und der Leistungsfähigkeit der KHD-Bereitschaft 47 überzeugen.

 

Unsere Feuerwehr war mit 8 Personen und dem KLF-A als Teil des Zuges IV/47, sowie 1 Person im Bereichsführungsstab an der Übung beteiligt.

 

Hier finden Sie auch einen Bericht sowie zahlreiche Fotos des Bereichsfeuerwehrverbandes Hartberg