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"Aus dem Lehrmittelraum dringt Rauch"

... lautete die erste Meldung, als die Feuerwehr Buch-Geiseldorf am Dienstag, dem 25.10.2016 um 08:26 Uhr mit dem TLF-A 2000 zu einem Brand bei der Volksschule in Unterbuch ausrückte. Glücklicherweise handelte es sich dabei nicht um einen Ernstfall, sondern um die periodische Brandschutzübung,
welche gemeinsam von der Schulleitung und der Feuerwehr durchgeführt wird.

Entdeckt wurde der "Brand" vom Schulleiter VDir. Markus Wieser,
der zu diesem Zeitpunkt gemeinsam mit einem Schüler Unterrichtsmaterial aus dem Lehrmittelraum holen wollte. Bereits beim Verlassen des Klassenzimmers wurde bemerkt, dass aus Richtung Lehrmittelraum starker Rauch dringt. Umgehend löste der Schulleiter den hausinternen Räumungsalarm aus und verständigte die Feuerwehr.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung, war ein Verlassen des Gebäudes über den nordwestseitigen Notausgang im Erdgeschoss nicht möglich.
Die Evakuierung der Schulklasse aus dem Erdgeschoss wurde deshalb über die Aula und den Haupteingang durchgeführt. Auch die 2. Schulklasse, welche gerade im Obergeschoss im Werkraum Unterricht hatte, konnte mit OL Heidi Lederer das Gebäude über das Stiegenhaus und die Aula verlassen.

Beim Eintreffen des TLF-A 2000 gab der Schulleiter dem Übungs-Einsatzleiter OBM Günter Mlynek die Information, dass von 28 Kindern 2 Schüler vermisst werden. Umgehend begannen Atemschutzgeräteträger mit der Suche nach den Kindern. Nach kurzer Zeit konnten im Musikraum im Obergeschoss tatsächlich 2 Buben, welche sich aus Angst versteckt hatten, aufgefunden werden.
Einer der beiden musste mittels Rettungstuch aus dem Gebäude getragen werden, sein Klassenkamerad konnte selbstständig gehen und begleitete die Atemschutzgeräteträger an der Hand ins Freie. Im Freien wurden die beiden zur Versorgung an die Kameraden und das Lehrpersonal übergeben.
 



Anschließend konnte der Atemschutztrupp mit der Brandbekämpfung im Erdgeschoss fortfahren. Als "Brandherd" konnte der Kopierer im Lehrmittelraum festgestellt werden. Die starke Rauchentwicklung wurde durch den Einsatz eines Nebelgerätes simuliert. Nachdem der Brand "gelöscht" war und das Gebäude rauchfrei gemacht war, konnten die Schülerinnen und Schüler mit dem Lehrpersonal wieder ins Gebäude gehen. Als Abschluss der Übung wurde den Kindern noch einmal die Wichtigkeit des geordneten Verlassens des Gebäudes im Brandfall erklärt und wichtige Regeln zum Verhalten in Notfällen wiederholt.



Mehrere Vermisste bei einem Brand in der Volksschule St. Magdalena
Um 10:29 Uhr hieß es abermals Brandalarm in der Volksschule,
diesmal in der Volksschule in St. Magdalena.
Als das TLF-A 2000 und das KLF-A am Schulgebäude eintrafen, zeigte sich, dass nur 1 Klasse am Sammelplatz bei der Kirche anwesend war. Es handelte sich dabei um die 4. Klasse, die aufgrund der ordnungsgemäßen Funktion der Brandschutzeinrichtungen aus ihrem Klassenraum im rauchfreien Brandabschnitt des linken Gebäudeteils im Erdgeschoss über den Nebeneingang flüchten konnte.
Eine kurze Abklärung des Einsatzleiters HBI Günter Stüber mit der Lehrerin der 4. Klasse Frau Vertr.L. Daniela Polster ergab, dass 3 Kinder vermisst werden, die das Klassenzimmer kurz vor Ausbruch des Brandes verlassen hatten, um die Toiletten aufzusuchen.

Der Schulleiter VDir. Harald Leopold, der zu diesem Zeitpunkt gerade die 3. Klasse im Obergeschoss unterrichtete, konnte dem Einsatzleiter über das Fenster folgende Informationen geben:
Der Brand dürfte in der Aula oder im Stiegenhaus ausgebrochen sein, denn dieses ist stark verraucht. Die Brandschutzeinrichtungen und die Auslösung des internen Hausalarms haben ordnungsgemäß funktioniert.
Die 3. Klasse befindet sich vollzählig im Obergeschoss im rauchfreien Brandabschnitt. Die 2. Klasse befindet sich im Erdgeschoss im Klassenraum und kann über die verrauchte Aula nicht zum Ausgang, der Gangbereich vor dem Klassenraum ist durch die verschlossene Brandschutztür vom verrauchten Bereich abgetrennt. Die 1. Klasse befindet sich gerade im Turnsaal im Untergeschoss.

Umgehend begannen Atemschutzgeräteträger mit der Suche nach den 3 vermissten Kindern, sie konnten bereits nach kurzer Zeit in den Sanitärräumen im Obergeschoss gefunden werden. Nachdem zuerst 1 Junge mittels Rettungstuch ins Freie getragen wurde, konnten seine 2 Freunde beim zweiten Anlauf gemeinsam aus dem Gebäude gebracht werden. Während ein Schüler selbständig gehen konnte und mit einem Atemschutzgeräteträger Hand in Hand ging, wurde der zweite gleichzeitig mit dem Rettungstuch getragen.

Somit befanden sich alle Personen in Sicherheit: 1 Klasse vollzählig im Freien, 3 eingeschlossene Klassen geschützt in den rauchfreien Brandabschnitten.
Die Atemschutzgeräteträger konnten dadurch den "Brandherd" suchen und wurden im Stiegenhaus beim Abgang zum Turnsaal fündig: Auch in diesem Fall sorgte ein Nebelgerät für starke Rauchentwicklung. In einem Realfall könnte an dieser Stelle ein Brand im Arztzimmer ausbrechen.

Parallel zur "Brandbekämpfung" durch die Atemschutzgeräteträger, wurde die 2. Klasse aus dem Erdgeschoss bereits von den Feuerwehrkameraden im Freien über einen Steckleiterteil und das Fenster nach Außen gebracht.
Nachdem der Brand "gelöscht" und das Stiegenhaus rauchfrei war, konnte auch zu den anderen 2 Klassen vorgedrungen werden. Hierzu nahmen die Atemschutzgeräteträger die Atemschutzmasken ab, um die Kinder nicht zu verängstigen und ihnen ihr wahres Gesicht zu zeigen.
 



Die 3. Klasse wurde über das Fenster und einen errichteten Leiterweg ins Freie gebracht, die 1. Klasse konnte den Turnsaal gemeinsam mit ihrer Lehrerin Vertr.L. Silvia Kapfer und einem Atemschutzgeräteträger (nunmehr ohne Maske) gemeinsam an einer Rettungsleine verlassen.

Somit konnte die Übung erfolgreich beendet werden:
"Brand" gelöscht, Gebäude rauchfrei und insgesamt 68 Schülerinnen und Schüler sowie 6 Lehrkräfte unverletzt im Freien. Von den insgesamt 74 Personen wurden 58 von der Feuerwehr ins Freie gebracht. 

Einmal Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau sein...
Im Anschluss an die Brandschutzübung hatten die Schülerinnen und Schüler noch die Möglichkeit, in die Feuerwehrwelt einzutauchen und mit Unterstützung der Feuerwehrmänner selbst mit dem HD-Rohr beim TLF-A 2000 und der UHPS-Höchstdrucklöschanlage beim KLF-A zu spritzen - dies sorgte natürlich bei Allen für Begeisterung!

 




Weitere Fotos finden Sie auf der Schulhomepage unter www.vs-st-magdalena.at!

 

EIN GROSSES DANKESCHÖN
gilt den beiden Schulleitern
VDir. Markus Wieser und VDir. Harald Leopold und ihren Teams
für die gute Zusammenarbeit und die vorbildliche Abwicklung der Evakuierung sowie allen Kameraden die sich die Zeit genommen
und an der Übung teilgenommen haben!

Ebenso recht herzlich gedankt sei
unserem Bürgermeister Gerhard Gschiel,
der alle eingesetzten Kameraden im Anschluss an die Übungen zu einem Mittagessen beim Gasthaus Falk in Oberbuch eingeladen hatte!