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"Forstunfall mit eingeklemmter Person"

... lautete die Annahme für die Monatsübung März, die am Samstag, dem 22.03.2014 in einem Waldstück in Jungberg stattfand. Bei der von OLMdF. Hannes Haindl vorbereiteten Übung wurde folgendes Szenario dargestellt: Bei Holzarbeiten war ein Traktor mit angehängter Forstseilwinde in einem abschüssigen Waldstück ins Rollen gekommen, dabei wurde eine Person zwischen der Maschine und einem Baum eingeklemmt.


Nachdem der Einsatzort über Funk bekannt gegeben wurde, rückten die Übungsteilnehmer unter dem Kommando von HBI Günter Stüber mit dem TLF-A 2000, dem LKW-A und dem MTF aus. Beim Eintreffen am Waldrand wurde der Einsatzleiter vom Übungsvorbereiter eingewiesen.

Während die Mannschaft des LKW-A die Aufgabe bekam, die Einsatzstelle mittels Stativen und Lichtflutern auszuleuchten, erhielt die Mannschaft des TLF-A 2000 den Auftrag umgehend den Traktor mittels Greifzug zu sichern. Auch diese Gruppe baute zusätzliche Lichtfluter auf, um ein gefahrloses Arbeiten zu ermöglichen. Die Mannschaft des MTF unterstütze die beiden anderen Fahrzeuge.

Nachdem der Traktor gegen weiteres Verrutschen gesichert war, galt es die eingeklemmte - durch eine Übungspuppe dargestellte - Person zu befreien. Da angenommen wurde, dass ein Arzt bereits den Tod der Person festgestellt hatte, konnte stressfrei gearbeitet und dabei verschiedene Einsatztaktiken ausprobiert und verglichen werden.
 


So wurde die Forstseilwinde zuerst mit Hilfe der pneumatischen Hebekissen gehoben, wodurch die eingeklemmte Person innerhalb kürzester Zeit befreit werden konnte. Der Versuch mit dem Hydraulischen Wagenheber zeigte, dass diese Variante nicht effizient ist. Hingegen zeigte der Versuch, die Maschine mit dem Hydraulischen Rettungsspreizer anzuheben, ein ähnliches Ergebnis wie der Einsatz der Hebekissen: In kurzer Zeit kann die Last unkompliziert gehoben werden. Allerdings ist bei dieser Variante zu beachten, dass der Einsatzort mit dem Hydraulischen Rettungsgerät erreichbar ist.

Nachdem die Vor- und Nachteile der einzelnen Varianten besprochen wurden, konnten die Geräte wieder abgebaut und der Traktor aus dem Wald geborgen werden. Nach dem Versorgen der Gerätschaften wurde beim benachbarten Anwesen der Familie Raser eine Schlussbesprechung durchgeführt, bei der unter anderem das ruhige und sichere Arbeiten der Mannschaft gelobt wurde. Da alle Übungsziele erreicht wurden, konnte im Anschluss zu einer gemeinsamen Jause ins Rüsthaus eingerückt werden. Davor wurden wir noch von der Familie Raser mit Getränken versorgt - wofür wir uns an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bedanken möchten!
 

An der Übung beteiligt waren
TLF-A 2000, LKW-A und MTF mit insgesamt 23 Personen.
 

EIN GROSSES DANKESCHÖN
gilt HFM Karl Radl für die Zurverfügungstellung des Waldstückes und des Traktors, Herrn Willi Raser und Familie für die Zufahrtserlaubnis und die anschließende Versorgung mit Getränken sowie allen Kameraden, die an der Übung teilgenommen haben!