EINSÄTZE

Hornissennest musste umgesiedelt werden

17.09.2019
18:55 - 19:49 Uhr
Unterbuch

Alarmierung: Telefonisch

In den frühen Abendstunden des 17.09.2019 rückten 3 Kameraden mit dem KLF-A zu einer außergewöhnlichen Hilfeleistung aus:

Besorgte Anwohner baten die Feuerwehr um Hilfe, da ein Hornissenvolk welches sich in ein Vogelhaus eingenistet hat, eine Gefahr für spielende Kleinkinder und Personen, welche sich auf einer nahegelegenen Terasse aufhalten, darstellt.

 

An dieser Stelle sei erwähnt, dass die Feuerwehr bei derartigen Fällen nur bei sogenannter "Gefahr in Verzug" tätig wird, das heißt wenn Wespen oder Hornissen nachweislich eine Gefahr für Kleinkinder oder Personen mit allergischen Reaktionen die medizinisch behandelt werden müssen darstellen.

Da Hornissen in der Steiermark gemäß dem Steiermärkischen Naturschutzgesetz 1976 und der Steiermärkischen Artenschutzverordnung zu den geschützten Hautflüglern zählen, werden Hornissennester ausnahmslos umgesiedelt. Ist eine Übersiedlung des Hornissennestes nicht möglich, hat das Hornissennest an seiner Stelle zu verbleiben.

 

Im aktuellen Fall, wurde den Hornissen mittels Wassernebel ein Regen vorgetäuscht, weshalb sie ihren Flugbetrieb im Nahbereich des Nestes eingestellt hatten und sich ins Nest zurückzogen. Anschließend konnte das Vogelhaus von einem Kameraden im Insektenschutzanzug abgebaut werden und im Gesamten in das nächste Waldstück, welches in ausreichender Entfernung zum Wohngebiet liegt, getragen werden. Dort wurde das Nest wieder an passender Stelle montiert. Nach rund 1 Stunde konnte der Einsatz erfolgreich abgeschlossen werden.



Einsatzleiter:
HBI STÜBER Günter
Eingesetzte Kräfte:
KLF-A und 3 Personen