EINSÄTZE

Radfahrer wurde von Zug erfasst

03.11.2017
11:50 - 13:15 Uhr
Thermenbahnstrecke Höhe Bahnkilometer 45,976

Alarmierung: Sirenenalarm

In den Mittagsstunden wurde die Feuerwehr Buch-Geiseldorf mit dem Alarmstichwort "T13" (Verkehrsunfall Schienenfahrzeug) von der Bereichsalarmzentrale Florian Hartberg zu einem Unfall beim Bahnübergang in Hopfau gerufen. Entsprechend dem Alarmplan für diesen Fall, wurde zeitgleich auch die Feuerwehr Hartberg mitalarmiert. Der Auftrag bei der Alarmierung lautete "Evakuierung eines Zuges".

Beim Eintreffen des TLF-A 2000 an der Einsatzstelle zeigte sich, dass ein Radfahrer beim Überqueren des Bahnüberganges aus unbekannter Ursache einen aus Fehring kommenden herannahenden Triebwagen übersehen und mit diesem zusammengestoßen war. Der Radfahrer wurde beim Zusammenstoß unbestimmten Grades verletzt, im Zug - der rund 120 Meter nach dem Bahnübergang zum Stillstand kam - wurde niemand verletzt.

Der verletzte Radfahrer wurde bereits von den anwesenden Mannschaften des Notarztteams Hartberg und des Rettungshubschraubers C16 versorgt.

Der Einsatzleiter erteilte an die anwesenden Kräfte der Feuerwehr folgende Aufträge: Absperren der unmittelbaren Einsatzstelle und Errichten einer Umleitung sowie Unterstützung der Rettungsteams durch die Mannschaft Feuerwehr Buch-Geiseldorf, währenddessen Evakuierung der Zuginsassen durch die Mannschaft der Feuerwehr Hartberg.
 


Während Feuerwehrsanitäter die Rettungssanitäter und Ärzte beim Versorgen des Verletzten unterstützten, sperrte das KLF-A die unmittelbar an den Bahnübergang angrenzende Straßenkreuzung ab. Zudem wurde die Straße aus Richtung Oberbuch vom MZF-A bereits bei der Kapelle Oberbuch abgesperrt und eine lokale Umleitung eingerichtet. Zeitgleich bauten die Kameraden der Feuerwehr Hartberg mit Hilfe von Steckleiterteilen einen Steg auf den Bahndamm, um insgesamt 14 Insassen und den Triebwagenführer ins Freie zu bringen.

Die Insassen konnten in weiterer Folge mit einem zwischenzeitlich als Schienenersatzverkehr eingetroffenen Bus weiterfahren.
 

Nachdem der Radfahrer mit schweren Verletzungen vom Rettungshubschrauber ins LKH-Universitätsklinikum Graz geflogen wurde und die Unfallaufnahme durch die Exekutive sowie die ÖBB-Fahrdienstleitung abgeschlossen war, führte die Mannschaft des TLF-A 2000 noch mittels HD-Rohr eine Fahrbahnreinigung durch, um die Straße und den Bahnübergang wieder für den Verkehr freigeben zu können.

 

Nach rund 1,5 Stunden konnten alle Kräfte wieder einrücken und die Einsatzbereitschaft herstellen.



Einsatzleiter:
OBI HOFSTETTER Stefan
Eingesetzte Kräfte:
TLF-A 2000, KLF-A und MZF-A
mit 8 Personen
Weiters vor Ort:
  • FF Hartberg mit RLF-A 2000, DLK und KDO mit 14 Personen
  • Rotes Kreuz Hartberg mit 1 NAW und 3 Personen
  • Rettungshubschrauber Christophorus 16 mit 3 Personen
  • Polizei Bad Waltersdorf und Polizei Kaindorf mit 2 StKW und 1 Z-Fzg und 6 Personen
  • ÖBB-Fahrdienstleitung mit 2 Fahrzeugen und 2 Personen
  • Verkehrsbetriebe Gruber mit 1 Linienbus als Schienenersatzverkehr